Güter in Holstein

Sieben adlige Güter in Schleswig-Holstein


Katharine Wilhelmine Elisabeth Schwerdtfeger, geboren am 23. März 1750 zu Rethwisch, getauft zu Hansühn, war die älteste Tochter des Stammvaters des schleswig-holsteinischen Stammes der Familie.

Wilhelmine Schwerdtfeger war eine Persönlichkeit von eminenter Tatkraft und stand von Jugend an zu dem Geheimen Conferenzrath (Konferenzrat) v. Thienen in freundschaftlichen Beziehungen, die bis zu seinem Tode im Jahre 1809 fortbestanden haben.
 


Im Jahre 1785 kaufte sie aus dem riesigen Besitz des Conferenzraths v. Thienen die adeligen Güter Seegalendorf mit Bankendorf (73.000 Reichstaler Schlesw. Holst. Cour), 1798 Wensin, Travenort und Müssen (350.000 Reichstaler Schlesw. Holst. Cour).

1805 erwarb sie Bürau (119.900 Reichstaler Schlesw. Holst. Cour).

Seegalendorf ging nach ihrem Tode im Jahre 1816 zunächst über auf ihren Bruder Ernst Wilhelm Schwerdtfeger (gestorben 1830), der außer Seegalendorf auch das unweit gelegenen adelige Gut Löhrstorf besaß.

Das Gut Müssen verkaufte sie 1800 wieder an Butenschön für 70.000 Reichstaler Schlesw. Holst. Cour.

Da Wilhelmine sparsam und wirtschaftlich war, gelang es ihr, die zum Teil unter günstigen Konjunkturen gekauften großen Besitzungen von dem größten Teile der anfänglich kontrahierten Schulden frei  zu machen. Der Kredit des Conferenzraths v. Thienen soll ihr hierbei von großem Nutzen gewesen sein.

Wilhelmine wohnte zuerst in Seegalendorf und nahm später ihren Wohnsitz in Wensin. Als Verwalter nach Wensin berief sie ihren ältesten Bruder Ernst August und nach dessen Tode im Jahre 1812 ihren Neffen Wulf Christoph Wilhelm Schwerdtfeger.

 


Die Zeit des feudalen Landadels ist längst vergangen. Der Hauch einer versunkenen Epoche liegt über den Schlössern und Herrenhäusern, an denen Schleswig-Holstein immer noch reich ist.

Der holsteinische Landadel, ursprünglich Bauernadel und spät erst gräflicher Lehnsadel mit klangvollen Namen, siedelte vornehmlich in Ostholstein und im nördlicheren Schwansen.

Man zählt rund 300 große alte Güter.

Typisch für die Gutslandschaft sind die Torhäuser, die nachts verschlossen wurden. Sie bildeten zusammen mit den quer gegenüberliegenden Herrenhäusern und den Wirtschaftsgebäuden dazwischen ein abgeschlossenes Ganzes.

An die Herrenhäuser schlossen sich meist Gartenanlagen oder Parks an.

Die Güter haben sich seher unterschiedlich entwickelt. Viele snd landwirtschaftliche Großbetriebe geblieben. Sie beschäftigen viel weniger Personal als früher und haben sich auf einseitige Feldwirschaft oder auf die Zucht einzelner Tierarten spezialisiert. Vereinzelt stehen auch ganze Gelände oder Häuser als Feriendomizile zur Verfügung.

Oft konnte das alte Kulturerbe nur durch Besitzwechsel vor dem Verfall gerettet werden. Alle, die heute herrschaftliche Höfe bewohnen, bewahren Vergangenes. Die kunstgeschichtlich wertvollen Bauten werden restauriert, die stilechten Einrichtungen gepflegt.

 






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