Der Schwer|d|tfeger

Bedeutung des Namens


Als Schwer(d)tfeger wird heute ein Schmied bezeichnet, der die Endmontage von Degen, Säbel, Dolchen, und ähnlichen Waffen vornimmt. Er setzt Klinge und Gefäß zusammen, beschichtet die Waffe mit Fett und fügt sie in ihre Scheide.

Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffes Schwertfeger war jedoch eine andere. Nachdem Schmied und Härter ihre Arbeit getan hatten, war es die Aufgabe des Schwertfegers, das Schwert oder die Klinge blankzufegen, sie also zu polieren und blank zu schleifen. Zum Polieren setzte er Polierstähle, Polierachate, Schmirgelpulver und Polierhölzer ein.

 



 

Vor dem Hochmittelalter schliffen die Schmiede die Klingen ihrer Schwerter selbst. Seit dem 12. Jahrhundert war dann das Handwerk der Schwertfeger zu finden. Die Schleifer saßen oder standen an einem rundumlaufenden Schleifstein. Kleinere wurden mit einem Fußbrett, größere durch Kurbeln angetrieben. Seit dem 14. Jahrhundert wurden Schleifsteine bis zwei Meter Durchmesser durch Wasserkraft angetrieben.

Messerklingen wurden trocken geschliffen (Rauchschleifen). Beim Schleifen von Schwertklingen gab ein über dem Schleifstein angebrachter Behälter tropfenweise Wasser ab (Nassschleifen).

Es war die Arbeit der Schwertfeger, die Oberfläche der bereits geschliffenen Klingen zu glätten. Dazu wurden die Klingen mit Steinen (etwa dem heute noch bekannten Belgischen Brocken) und einem Brei aus Öl und Schmirgel bestrichen und auf rotierenden Holzscheiben blank poliert. Dann wurden sie auf die Griffe montiert.

(Quelle: Wikipedia)
 

 



Das Wort ficken wird heute als vulgärer Ausdruck für die Ausübung des Geschlechtsverkehrs gebraucht. Es hat ursprünglich eine weitergehende Bedeutung und wird gelegentlich noch in anderen Zusammenhängen gebraucht.

Im Mitteldeutschen, wegen der Gemeinsamkeit mit dem Schwedischen vermutlich schon im Indogermanischen, bedeutete das Wort „schnell hin- und herbewegen“, „reiben“, und kam damit der zeitgenössischen Bedeutung schon nahe.

Diese Bedeutung zeigt sich auch in der Schmiedekunst; nach dem Herstellen eines Schwertes, das zu diesem Zeitpunkt vollkommen durch Schlacke, Zunderreste und Asche verschmutzt war, wurde ein Sandsack an der Decke hochgezogen und das Schwert hineingestoßen. Aus dieser Hin-und-her-Bewegung des Schwertes, also „ein Schwert ficken“, entstand die Berufsbezeichnung und infolgedessen der Nachname Schwertfeger.

In katalanischer Sprache bedeutet das Verb „ficar“ hauptsächlich „stecken“; Es ähnelt also der deutschen Herkunft.

Nicht zu verwechseln ist dagegen das in Dialekten und Familiennamen noch verbreitete Wort Ficke für (Kleider)Tasche, das sich wie das schwedische Wort ficka, „Tasche“, auf Fach zurückführt. Vielmehr hat sich aus dem schwedischen Wort „focka“ das englische fuck entwickelt, das sich auf das Decken bei Zuchttieren bezog, und weist damit auf eine gemeinsame Wurzel im Indogermanischen, aus dem das deutsche und das schwedische Wort hervorgingen.

(Quelle: Wikipedia)






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